Die schwimmende Stadt: Venedig
Zwischen Gondeltraum und Touri-Hochburg


venice

Schon fast ein Wahrzeichen: die venezianischen Gondeln

Nur zwei Tage hat Venedig gebraucht, um mich völlig zu überwältigen. Schon die Überfahrt von Jesolo war ein Traum, als Venedig langsam immer näher kam. Natürlich wollte ich direkt die Stadt erkunden und ließ die Touri-Trampelpfade, die gefühlt tausende Menschen dichtgedrängt entlangwackeln, bald hinter mir.

Venedig-Rialtobruecke

Venedigs bekannteste Brücke: die Rialtobrücke

Es war definitiv die richtige Entscheidung, auf eigene Faust loszuziehen. Die vielen Hinterhöfe, die kleinen verträumten Cafés hinter verwunschenen Toren, wunderschöne Plätze, hinter jeden zweiten Ecke eine Kirche. Ich konnte gar nicht genug bekommen! Alles ist so verwinkelt und unwirklich – man biegt um eine Ecke, denkt an nichts Böses und steht plötzlich vor einem Rondell mit lauter süßen Cafés. Gerade Canareccio, das ehemalige „Juden-Ghetto“, hat mir unheimlich gut gefallen! Kam es mir nur so vor oder sind dort auffällig mehr Brunnen als im restlichen Venedig?

 

Venedig-Markusplatz

Wenn die Tauben den Markusplatz verlassen …

Aber auch eine typische Gondelfahrt habe ich mir gegönnt – mit singendem Fährmann und allem Drum und Dran. Und weil so eine Fahrt fast unerschwinglich teuer ist, teilte ich sie mir spontan mit einer ebenso sehnsüchtig dreinblickenden Dame. Es stellt sich heraus, dass Frau Müller ebenfalls im Bereich Lohnabrechnung arbeitet, und unterhielt mich mit ihr prächtig über Lohn-Outsourcing. Sie empfahl mir einen kurzen Test rund um das Thema – ich habe ihn hier in meinen Notizen gespeichert.

Natürlich besuchte ich auch alle Orte, die man einmal gesehen haben muss: Den schiefen Turm Campanile und den Dogenpalast mit dem von Tauben übersäten Markusplatz. Die Legende sagt: Wenn die Tauben vom Markusplatz verschwinden, geht Venedig unter. Ich hoffe, das passiert nicht, denn ich werde definitiv wiederkommen! Und beim nächsten Mal muss ich bei der Espresso-Rechnung auch nicht nochmal nachfragen, ob ich aus Versehen ein Klavier gekauft habe.

Mein Gesamteindruck: Man guckt niemals in die Ferne, aber das muss man auch gar nicht. Eintauchen und sich treiben lassen – nirgends ist das so schön wie in der wohl romantischsten Stadt der Welt.

Verträumte Grüße von Eurer Rosi