Auf nach Kapstadt!
Bewegende Momente in „Südafrika light“


Auf Entdeckungstour im Kruger Nationalpark

Auf Entdeckungstour im Kruger Nationalpark

Nachdem klar war, dass nach meinem Zwischenstopp nun als nächste Station Südafrika auf dem Plan steht, war ich schon ein wenig aufgeregt. Nicht nur wegen der Vorbereitungen selbst wie Impfungen etc., sondern auch schlicht wegen der Frage: Was erwartet mich dort? Und während das Oktoberfest noch in den Knochen saß, ging es schon wieder in den Flieger.

Blick auf Kapstadt - einfach atemberaubend!

Blick auf Kapstadt – einfach atemberaubend!

Bevor ich aufbreche zu meiner ganz eigenen Safari, besuchte ich für ein paar Tage Freunde in Kapstadt. Schon der Anflug bei Nacht war die Reise Wert: Millionen Lichter – sogar an den Bundesstraßen! – breiteten sich als Lichterteppich vor mir aus. Mitten darin der eindrucksvolle Tafelberg, während sich links der Atlantik und rechts der indische Ozean erstreckt. Nachdem ich bei meinen Freunden „eingezogen“ war, musste ich mir den „Hausberg“ von Kapstadt natürlich aus der Nähe ansehen. Mit einer rotierenden Gondel fuhr ich zum Gipfel, der einem das Meer, das Kap der guten Hoffnung und die ganze Stadt zu Füßen legt. Oben angekommen stahl mir direkt ein Klippschliefer (auch „Dassie“ genannt – sieht aus wie eine Mischung aus Teddybär und dickem Hamster) ganz frech mein Essen aus der Hand. Schon jetzt ist Afrika immer für eine Überraschung gut.

Na, hat Dir mein Frühstück geschmeckt?

Na, hat Dir mein Frühstück geschmeckt?

Auch die Waterfront hat mir unheimlich gut gefallen: Es war traumhaft, einfach Kaffee zu trinken und in den Hafen zu sehen. Abends besuchten wir verschiedene Locations, die sich eigentlich kaum von den Clubs in Deutschland unterscheiden – nur sind sie eben unter freiem Himmel. An der Boulders Beach besuchte ich Pinguine und auf dem Green Market Square, einem quirligen Flohmarkt, fand ich fantastische Kerzenständer aus Draht. Hier wird allgemein viel Selbstgemachtes angeboten, was dem Markt seinen ganz eigenen Charme verleiht.

Bei all den schönen Erlebnissen, die ich hatte, wurde mein Besuch dennoch von der unfassbaren Diskrepanz zwischen Arm und Reich überschattet. Diese Form der Armut können wir uns in den schön geregelten deutschen Verhältnissen kaum vorstellen: Man tritt nachts aus einem beliebigen Café und auf dem Boden liegen Kinder aneinandergereiht, die in Gangs auf der Straße leben und genau dort auch schlafen. Mein eindrucksvollster wenn auch traurigster Moment war mit einem jungen Mädchen, das mich frug, ob ich eine kleine Schwester hätte, deren alte Kleidung ich ihr schicken könnte. Ich lud sie in den nächsten McDonalds ein, und mit großen Augen sagte sie mir, dass sie sich schon immer gewünscht hat, einmal innen sitzen und essen zu dürfen. Von ihrem Menü aß sie nur die Hälfte, den Rest packte sie sorgsam ein und trug ihn zu ihrem Bruder in den Slum.

Kalahari - Da will ich unbedingt noch hin!

Kalahari – Da will ich unbedingt noch hin!

So „richtig afrikanisch“ haben sich die ersten Tage hier noch nicht angefühlt. Die Lokale, die wir besuchten, waren nicht anders als bei uns, man aß mit Messer und Gabel und gebratene Heuschrecken o.ä. gab es auch nicht. Einmal fuhr ich mit einem der einheimischen Busse, die eher Bullys sind, und bei denen der Fahrer unentwegt nach draußen schreit, wo er hinfährt, und jeder schreit, wenn er aussteigen oder einsteigen will. Ich saß eingequetscht neben einer Bilderbuch-„Big Mama“ und plötzlich brach die Achse. Zum Glück wurde gleich ein anderer Bus hinterhergeschickt – denn auch, wenn scheinbar völliges Chaos herrscht: Irgendwie geht es doch immer weiter.

Nun bin ich bereit, für die Abenteuer die da kommen, und mache mich auf in die afrikanische Wildnis! Auf meinem Plan stehen die „Big 5“ und so viel authentisches Südafrika wie nur möglich. Sobald ich wieder Internet habe, melde ich mich.

Abenteuerlustige Grüße
von Eurer Rosi

PS: Bevor ich endgültig von der Außenwelt abgeschnitten bin, hier noch ein letzter Hinweis: Meine lieben Freunde in Kapstadt sind über eine tolle Checkliste gestolpert, die sie mir gleich weitergeleitet haben. Damit können Unternehmen abschätzen, ob Outsourcing eine geeignete Alternative für ihre Lohnabrechnung ist. Die komplette Checkliste gibt’s hier gratis zum Download. Jetzt aber … bye bye :)